Wo verliert das Haus die meiste Energie, die wir teuer nachheizen müssen?
Da diese Punkte bei jedem Gebäude unterschiedlich sind, empfiehlt es sich, einen „individuellen Sanierungsfahrplan“ (iSFP) machen zu lassen.

Bodenplatte
Die Bodenplatte kann von unten nur bei einem Neubau mit Außendämmung verlegt werden. Bei der Sanierung bleibt nur noch die nachträgliche Dämmung von innen.
Copyright Foto: Stephan Schröpfer

Kellerwand
Die Kellerwand kann von außen nachträglich mit Perimeterdämmung versehen werden, wenn die Möglichkeit zum Aufgraben besteht. Sonst bleibt nur die Innendämmung.
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Fassade/Außenwand
Außenwände können mit Wärme-Dämmverbund-Systemen (WDVS) deutlich verbessert werden. Diese können aus EPS, Steinwolle, Holzfaser oder Hanf bestehen.
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Dämmung der Rohre
Zugängliche Rohre für Warmwasser und Heizung können meist entweder günstig selbst oder mit wenig Aufwand von Fachfirmen gedämmt werden.
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Steildach
Bei vielen Gebäuden steckt im Dach das meiste Potenzial, um Wärme zu sparen, da viele Häuser irgendwann einmal schon mit WDVS verputzt oder mit Ziegelsteinen gemauert wurden, die bessere Dämmeigenschaften besitzen.
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Fenster
Über alte und undichte Fenster entweicht ein Großteil der Raumwärme unkontrolliert. Der Austausch der Fassadenfenster bringt nicht nur im Winter eine Verbesserung, sondern auch im Sommer durch den besseren Wärmeschutz. Neue Fenster können zu einem optimierten Raum- und Wohnklima beitragen.
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Lüftung
Unkontrolliertes Lüften ist sehr ungünstig. Bei zu vielem Lüften entstehen hohe Heizkosten. Wird zu wenig gelüftet, entsteht Tauwasser an Fenstern oder Wänden und das Schimmelrisiko steigt.
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Sommerlicher Wärmeschutz
Je besser Gebäude gedämmt sind, umso schlechter bringen wir die Wärme im Sommer aus den Räumen.
Deshalb sollten alle Fenster mit Rollos bzw. Sonnenschutz ausgestattet werden.
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Wärmebrücken
Durch diese kommt es zu tieferen Temperaturen in Ecken und z. B. bei Rollokästen und Heizungsnischen.
Wärmebrücken sollten reduziert werden im Zuge der Sanierung. Hier ist die Dämmung über dem Betonüberzug zu gering und das Regenwasser verdunstet deutlich schneller als auf der restlichen Dachfläche.
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Luftdichtheit
Diese ist die Voraussetzung für die Lüftungsanlage, da sonst die feuchte warme Luft unkontrolliert in die Konstruktion strömen kann. Eine Luftdichtheits-prüfung empfehle ich bei jeder Maßnahme an der Gebäudehülle.
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Blower-Door-Test
Bei diesem Test wird ein Gebläse in eine Türöffnung eingebaut und Über- bzw. Unterdruck erzeugt. Dadurch lässt sich die Dichtheit des Gebäudes ermitteln. Mit Rauchgas oder einem Räucherstäbchen lassen sich Undichtheiten erkennen.
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